Angststörungen

Was versteht man unter Angst?

Angst ist eigentlich etwas normales im Leben eines Menschen und deshalb auch eine normale Reaktion sich davor zu schützen.
Es scheint jeder zu wissen, was die Angst mit einem macht, welche Veränderungen - auch große Angst mit sich bringt. Daher beschäftigt man sich selten mit den Gefühlen, körperlichen oder psychischen Veränderungen, die Angst hervorruft.
Begriffe wie Schüchternheit oder Lampenfieber, lassen dabei eher an harmlose Angstformen mit milden Symptomen denken. 

Tatsächlich sind aber die Symptome der Angst sehr vielfältig und weil niemand sich und seine Veränderungen mit dem Spektrum des Möglichen vergleichen kann, sind seltenere und starke Angstsymptome sehr beunruhigend und verstärken die Angst.
 

Wie äußert sich eine Angststörung?

Bei einer Angststörung handelt es sich um irrationale Angstgefühle, die derjenige nicht auf bestimmte Auslöser oder Situationen zurückführen kann.
Ohne erkennbaren Grund, kann die Angst sich intensivieren und für die Betroffenen zu schrecklichen, äußerst belastenden Panikattacken oder Zwangsgedanken führen.

Viele Menschen haben gelegentlich peinliche, sinnlose oder beunruhigende Gedanken, die sie aber nicht loswerden können.
Menschen mit leichten Zwangsgedanken kontrollieren z.B mehrfach, ob die Tür abgeschlossen ist, oder der Herd ausgeschalten ist. 
Diese Zwangsgedanken oder Verhaltensweisen können sich steigern und das Alltagsleben der Betroffenen massiv beeinflussen und belasten.
 
Frühzeitige psychotherapeutische Behandlung kann helfen, diesen belastenden Gedanken auf den Grund zu gehen und neue Verhaltensweisen und Lösungen zu finden.
 

Es gibt 2 wichtige Unterscheidungen der Angststörung:  

 Typische Symptome von Angststörungen

Die Symptome ähneln den Reaktionen, die Menschen in lebensbedrohlichen Situationen zeigen. Für die Betroffenen sind diese Attacken so furchtbar, dass sie häufig die Situationen vermeiden, in denen sie aufgetreten sind.
Sehr oft beschreiben Betroffene eine "Angst vor der Angst" und diese ist aus meiner Sicht dann vollkommen berechtigt.    
 

Ziele und Nutzen einer Psychotherapie bei Angststörungen

Eine Psychotherapie kann eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen um mit der Angst umgehen zu können.

Darüber hinaus, kann sie helfen den enormen Leidensdruck dem der/die Betroffenen ausgesetzt sind, mit einer gemeinsamen Suche nach vorhandenen aber vielleicht gerade nicht wahrnehmbaren Ressourcen zu verringern.


Der Nutzen einer Behandlung bei einer Angststörung ist, die Angst nicht mehr als etwas Bedrohliches, sondern mit Hilfe verschiedener Methoden zu lernen, diese anders zu bewerten und schließlich einzuordnen.

Sehr gut bewährt haben sich aus meiner Erfahrung Techniken aus der Hypnotherapie. Dabei arbeite ich zu Beginn vor allem daran, dass der/die Betroffene lernt, sich selbst zu beruhigen. Anschließend erarbeite ich gemeinsam mit dem/der KlientIn individuell angepasste Möglichkeiten des Umgangs mit den jeweiligen Ängsten.